Schlimme Tage für Frankreichs Banken

Wie schwierig ist die Lage der Französischen Banken wirklich? Die Société Générale, die Crédit Agricole und die BNP Paribas stehen einem mehr als unerfreulichen Schicksal gegenüber. Laut der SZ spekulieren die Medien sogar über eine Verstaatlichung mancher französischer Creditinstitute und die Anlieger machen sich aus dem Staub.

Es gibt Gerede, dass die großen Rantingagenturen die Kreditwürdigkeit herunterstufen wollen. Es sind Banken involviert, die beträchtlich hohe Staatsanleihen von Griechenland innehalten.

Deren Kurse brachen bis zu 12 Prozent ein und Experten rechnen noch mit Ende dieser Woche mit einer unausweichlichen Herabstufung. Wird das gemurmelte Geschwätz über Frankreichs Finanzriesen etwa zur vermeintlichen Wahrheit? Natürlich nehmen diese Annahmen Auswirkungen auf den schon ohnehin schlechten Börsenkurs der Banken, welcher aufgrund dieser noch mehr in die Tiefe sackte. Die negative Beobachtung der Agentur Moodyʼs soll sich jetzt – drei Monate später – in einer Herabstufung der Bonität Frankreichs äußern. Ein Stellenabbau von 4 Prozent im Investmentbanking soll nun die Société Générale retten und wieder eine Basis herstellen. Die Bank teilt außerdem mit, dass ihre derzeitigen Schwierigkeiten nichts mit der Finanzkrise zu tun habe. Die Anleihen von Griechenland seien niedrig und man wisse, mit ihnen umzugehen.

Auch wenn eine Spekulation über die Verstaatlichung oben genannter Banken in aller Munde ist, so warnt die französische Regierung jedoch davor, das Ziel durch solche undichten Thesen und Diskussionen aus den Augen zu verlieren.

 

Der Goldpreis und der Schweizer Franken

Schon seit einiger Zeit hört man fast jeden Tag neue Nachrichten über neue Rekordstände des Goldpreises. Nun steht er bei ca. 1900 Dollar pro Unze. Und nochmals zur Erinnerung: Eine Unze hat ca. 34 Gramm. Gold wird immer mehr wert. Und viele Menschen versuchen alten Schmuck nun zu Geld zu machen. Dabei sollte man jedoch aufpassen. Denn wenn man Schmuck zum Goldhändler gibt, dann wird auch nur das Gold betrachtet, dazu noch Kosten für die Einschmelzung und Trennung der Rohstoffe abgezogen. Außerdem wird die Handwerkskunst, die im Schmuck steckt, nicht beachtet. Daqher sollte man nicht enttäuscht sein, wenn es etwas weniger Geld gibt als zuerst gedacht.

Will man in Gold anlegen, sollte man schlichte Barren oder Münzen bevorzugen. Aber auch bei den Münzen sollte man auf schlichte Münzen setzen. Denn bei kunstvollen Münzen zahlt man für das Kunstwerk mit und dies erhöt den Kaufpreis. Daher am besten Barren kaufen. Diese gibt es in verschiedensten Größen. Dann kann man den Wert auch wirklich direkt aus dem Goldpreis ablesen.

Ein anderes Thema ist derzeit der Schweizer Franken. Fast so wie der Goldpreis, ist auch die Währung der Schweizer Eidgenossen sehr stark geworden. Von einem Kurs von ca. 1,5-1,6 Franken pro Euro ist der Kurs auf beinahe Parität (Verhältnis 1:1) gestiegen. Das Problem hierbei ist, dass die Schweizer zwar viel Geld bekommen und im Ausland also jetzt wesentlich mehr Geld zur Verfügung haben, aber genauso ist es andersherum, dass die Touristen in der Schweiz wesentlich weniger Geld zur Verfügung haben als früher. So klagt die schweizer Tourismusbranche, dass viele Touristen zwar immer noch kommen, aber kein Geld mehr ausgeben. Zudem droht der grenznahe Einzelhandel zusammenzubrechen, da alle Menschen, die Nahe der Grenze zu Deutschland, Österreich oder Frankreich wohnen zum Einkaufen über die Grenze fahren. Dort erhalten sie für den gleichen Preis auf Grund des Wechselkurses wesentlich mehr Waren als in der Schweiz. Daher ist die Schweizer Zentralbank nun gezwungen zu intervenieren, um einen weiteren Anstieg des Wechselkurses zu verhindern.

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Wohin geht der Dollar-Kurs?

Zur Zeit ist die Frage wohin sich der Dollar-Kurs entwickelt nicht leicht zu beantworten. Wird der nächste Urlaub in den USA noch billiger und sollte ich vielleicht noch etwas warten, wenn ich in den USA einkaufen will oder sollte ich mich mit den Einkäufen beeilen und den Urlaub jetzt buchen? Derzeit bekommt man für einen Euro ca. 1,45 $. Doch die Zeiten sind turbulent und eine klare Tendenz ist ungewiss.

Noch sit der Kurs etwas weiter von den Höchstständen aus dem jahr 2008 entfernt, doch nähert er sich der Marke von 1,50 $, welche zuletzt im November/Dezember 2009 erreicht wurde. Einige Experten meinen, dass der Euro etwas zu teuer sei und der Kurs nachlassen sollte. Dem steht jedoch der marode US-Haushalt mit starker Verschuldung entgegen. Zudem deutet die charttechnische Analyse weiter Luft anch oben an, wenn die Marke von 1,45 $ nachhaltig übertroffen wird.

Es liegt also eine gewisse Spannung in der Luft. Eine genaue Vorhersage ist derzeit nicht möglich. Man muss wohl abwarten und sehen, wie sich der Kurs entwickelt. Seit dem 5-Jahres tief Mitte 2010 bei ca. 1,20 $ hat sich der Kurs praktisch kontinuierlich erholt. Gewisse Schwankungen sind normal, aber der Trend war klar ersichtlich. Also kann eine Kurskorrektur in nächster Zeit auch nur kurzfristiger Natur sein. Dies wird man aber erst im Nachhinein beurteilen können. Die Lage ist angespannt und spannend. Vielleicht werden es auch nur keine Ereignisse sein, die letztendlich die Tendez des Kurses beeinflussen werden.

Kanadische Rohstoff-Explorer auch für ihr Depot

Oftmals wird in der Öffentlichkeit der Fokus auf us-amerikanische Unternehmen gelegt. Vergessen werden dabei Unternehmen des kleinen großen Nachbarn der USA. Kanada ist ein sehr rohstoffreiches Land. Derzeit ist es der weltweit größte Produzent von Zink, Uran, Kaliumcarbonat, Kadmium, Schwefel und Nickel. Außerdem werden Aluminium, Titan, Kobalt, Molybdän, Gold, Blei, Nickel und Kupfer im großen Stil abgebaut. Jeder kennt die Bilder von Bergwerken oder ähnlichen Einrichtungen, wenn erstmal der Abbau von Rohstoffen bekommen hat. Wer aber findet diese Rohstofe?

Hier gibt es Unternehmen, die sich exakt auf dieses Gebiet spezialisiert haben. Es gibt zahlreiche kanadische Rohstoff-Explorer. Diese Unternehmen suchen nach bestimmten Rohstoffen, entwickeln Projekte und bauen teilweise auch selbst die gefundenen Stoffe ab. Einige Unternehmen verkaufen ihre Projekte, sobald die Suche erfolgreich war, da ihre Kompetenzen lediglich die Exploration, nicht aber die Förderung umfassen. Wie aber können auch sie von diesen Unternehmen profitieren?

Als Beispiel seien hier zwei Firmen angeführt:
Zum einen Commerce Resources (WKN A0J2Q3) und zum anderen Premier Gold (WKN A0KE8D). Commerce ist vor allem in dem Bereich Tantalin und Niobium tätig, wohingegen Premier Gold sich auf Gold beschränkt. Betrechtet man den Aktienkurs von Commerce Resources, so konnte in den letzten 6 Monaten eine Steigerung von 0,20 € auf 0,55 € beobachtet werden. Ein Potential bis 4-5 € wird auch gesehen. Solche Kursexpolsionen entstehen immer dann, wenn ein vielversprechendes Projekt an eine Förder-Firma verkauft wird oder aber neue Ressourcen entdeckt werden und eine große Chance in diesen Funden vermutet wird.

Ähnlich sieht auch die Kursentwicklung bei Premier Gold aus. Hier kam der Kurs vor ca. 2 Jahren von 1,00 € und steht mittlerweile auf 4,80 €. Solche Kursrenditen klingen natürlich traumhaft. Jeder Anleger wünscht sich solche Aktien im Depot. Dies ist allerdings nur die eine Seite der Medallie. Die andere Seite ist, dass viele dieser Rohstoff-Explorer nichts oder nicht ausreichend viel an Ressourcen finden und der Aktienkurs entsprechend auf 0,00 € fällt. Daher muss man vor dem Aktienkauf möglichst viele Informationen zu den einzelnen Unternehmen sammeln, um das Risiko abzuwägen. Allerdings kann man in den Zahlen von oben sehen, dass eine Rohstoffrakete 2-3 Totalverluste ausgleichen kann.

Daher sollten in jedem Depot auch etwas risikobehfatete Wertpapiere nicht fehlen. Kanadische Rohstoff-Explorer weisen ein großes Potential auf, was das Risiko oftmals übersteigt. Suchen sie nach hoher Rendite, sollten sie also ca. 3 verschiedene Rohstoff-Explorer in ihr Depot aufnehmen. Eine 100%-ige Renditegarantie kann allerdings in keinem Fall gegeben werden.

Bonuszahlungen: Hypo Real Estate begeht schlimmen Taktikfehler

Die Hypo Real Estate steht wieder einmal in den Schlagzeilen. Eigentlich hätte man ja denken können, dass nach der Verstaatlichung der Pleitebank im Zuge der Weltwirtschaftskrise Ruhe eingekehrt wäre. Doch durch ein selten dämliches Manöver schafften es die Vorstände der Bank, das ohnehin bereits katastrophale Image der Bank zusätzlich zu verschlechtern. In einer Zeit, in der Bankmanager ungefähr ein ähnlich hohes Ansehen in der Öffentlichkeit genießen wie Politessen oder Fußballschiedsrichter, hat die HRE an ihre Spitzenkräfte Bonuszahlhungen von insgesamt 25 Millionen Euro gezahlt.

Wie soll man diese Zahlungen der Öffentlichkeit verkaufen? Die Vorstände der Hypo Real Estate verweisen darauf, dass die Zahlungen notwendig gewesen seien, um zu verhindern, dass Spitzenkräfte ins Ausland abwandern. Das stimmt vermutlich. Allerdings darf es sich eine Bank, die aufgrund horrender Schulden vom Staat übernommen werden musste, um nicht pleite zu gehen und das ganze Wirtschaftssystem zum Einbruch zu bringen, momentan eine solche Zahlung ganz einfach nicht erlauben. In der öffentlichen Wahrnehmung wurden überbezahlte Manager, die durch ihr unverantwortliches Dealen mit Milliardenbeträgen die Krise erst ausgelöst haben, dafür auch noch belohnt.

Übrigens hat die Bundesregierung angeblich noch eingegriffen und eine noch höhere Bonuszahlung verhindert. Wie zu lesen ist, wollte der Aufsichtsrat der HRE insgesamt 33 Millionen an die Angestellten ausschütten, die Bundesregierung sprach sich aber für eine Kappung der Summe auf 25 Millionen aus. Besser macht das den Imageschaden allerdings nicht.

Nach langem Hin und Her: Karstadt ist gerettet

Das lange Gezerre hat ein Ende und die 25.000 Karstadt-Beschäftigten können aufatmen: Das Amtsgericht in Essen hat den Insolvenzplan angenommen und damit die Übernahme der maroden Warenhaustkette durch den Milliardär Nicolas Berggruen bestätigt! Damit geht ein monatelanges Tauziehen um die Zukunft von Karstadt zuende und ein deutsches Traditionsunternehmen hat zumindest vorübergehend wieder eine Zukunft. Bevor das Essener Gericht dem Insolvenzplan zustimmte, hatten sämtliche Gläubiger des Vermieterkonsortiums Highstreet dem neuen Mietvertrag mit Berggruen zugestimmt. Der Unternehmer wollte die Mieten für die Karstadt-Filialen drücken. Dies war von seiner Seite aus eine Voraussetzung für die Erfüllung des Kaufvertrages. Die Unterzeichnung durch die Highstreet-Gläubiger beendete das ewig scheinende Zögern, das der Hauptgrund für die lange Ungewissheit um Karstadt war. Nun ist Berggruen der Eigentümer von 120 Warenhäusern, die nach seinem Willen alle erhalten bleiben sollen. Dass etwas passieren muss, ist aber auch ihm klar. Es wird damit gerechnet, dass die Marke Karstadt verjüngt werden und modischer wirken soll. In Kürze wird Berggruen wohl erste Details dazu bekannt geben. Jetzt freuen wir uns erst einmal darüber, dass wir auch in Zukunft bei Karstadt shoppen gehen können.

Die BayernLB kommt nicht richtig auf die Beine

Zum wiederholten Male gerät die BayernLB dieser Tage in die Negativschlagzeilen. Diesmal geht es allerdings nicht um die überteuerte Übernahme einer Kärntner Skandalbank, sondern „nur“ um das schlechte Geschäftsergebnis im zweiten Quartal. Hatte die Landesbank im ersten Quartal 2010 noch einen Gewinn von 498 Millionen Euro eingefahren, so waren es im zweiten nur noch 56 Millionen. Im operativen Geschäft machte die BayernLB sogar ein Minus von 84 Millionen Euro gegenüber einem Gewinn von über 500 Millionen im Vorquartal.

Woher dieser plötzliche Einbruch? Schuld sind die Probleme der ungarischen Tochtergesellschaft MKB. Diese machte im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 175 Millionen Euro Miese, davon alleine 125 Millionen im abgelaufenen Quartal. Dies führte auch zu einem drastischen Gewinneinbruch bei der Mutterbank, die nur deshalb überhaupt einen Gewinn einfahren konnte, weil sie die Pensionskasse umstellte und dadurch 160 Millionen kassierte.

Trotzdem sieht sich die BayernLB auf einem guten Weg und behauptet, aus den Fehlern der vergangenen Jahre gelernt zu haben. Wir erinnern uns: Vor gar nicht all zu langer Zeit musste die Landesbank vom Freistaat Bayern gerettet werden, der ihr mit zehn Milliarden Euro unter die Arme griff. Danach verlangte die EU einen Umbau des gesamten Unternehmens, der nach eigenen Angaben gut voran geht. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und warten nun auf das Zeugnis aus Brüssel“, sagte Finanzvorstand Stefan Ermisch der ‘Süddeutschen Zeitung’. Warten wir mal ab, was das nächste Quartal bringt. Erst einmal muss es für die BayernLB darum gehen, das Vertrauen der Kunden wieder zu erlangen.

Goldgräberstimmung in Australien

20. August 2010 1 Kommentar

Rio Tinto, die zweitgrößte multinationale Bergbaugesellschaft nach dem brasilianischen Riesen Vale, erlebt einen China-Boom. Soll bedeuten, dass jede zweite von Rio Tinto geförderte Tonne Erz nach China importiert wird, nur noch rund vier Prozent, also 8 bis 9 Millionen Tonnen finden den Weg nach Europa, neben 110 Millionen ein wirklich nichtssagender kleiner Anteil. Somit wird auch durch die unaufhörliche chinesische nachfrage der Preis unweigerlich in die Höhe katapultiert.

Der Rohstoffhunger der asiatischen Giganten Japan, China und Südkorea bleibt ungestillt und ist wahnsinnig rentabel für den fünften Kontinent. Das rohstoffreiche Australien hat eben noch den Vorteil, dass man für den Export von Kohle, Aluminium und Nickel, Eisenerz, Gas und Gold nur zehn Tage benötigt, im Gegensatz zu dem brasilianischen Rivalen, der seine Ware mehr als einen Monat auf die Reise ins ferne Asien schicken muss.

2009 erzielte der Handel zwischen dem Reich der Mitte und Australien ein Volumen von 46 Milliarden Euro. Und auch schon seit Beginn des Booms ist die Wirtschaftsleistung im Down Under um die Hälfte gestiegen.

Eigentlich unglaublich, dass der chinesische Riese fortwährend neue Millionenstädte hochzieht und durch die Urbanisierung jede Menge Stahl benötigt.

Rio Tinto kümmert sich gerne um die Nachfrage aus dem asiatischen Raum, doch der Verkauf von Anteilen an den chinesischen Staatskonzern Chinalco lehnt der Erzlieferant kategorisch ab – zu groß bleibt die Angst, dass Käufer und Verkäufer in ein und der selben Person die Preise drücken könnte.

Das Karstadt-Drama, oder: Die unendliche Insolvenz-Geschichte

Der Kampf um die Zukunft der insolventen Warenhauskette Karstadt dauert nun schon so lange an, dass manch einer vergessen haben mag, wann es eigentlich losging. Das nächste Kapitel in diesem Schauspiel wurde soeben eingeläutet. Eigentlich hätte das Amtsgericht Essen heute über den Insolvenzplan für das marode Unternehmen entscheiden sollen, doch diese Entscheidung wurde vertagt. Grund: Investor Nicolas Berggruen, der Karstadt gerne übernehmen würde, konnte sich nicht rechtzeitig mit den Gläubigern über die Übernahmemodalitäten einigen – die Frist lief am Sonntag um Mitternacht aus. Nun wird das Gericht wohl eine erneute Fristverlängerung verkünden.

Das Drama nimmt einfach kein Ende. Außer Berggruen gibt es noch zwei weitere offizielle Interessenten für die Warenhauskette. Zum Einen den Italiener Mauricio Borletti, dem aber die geringsten Chancen eingeräumt werden und der auch als letzter in den Poker einstieg. Zum Anderen die Warenhauskette Metro, vertreten durch Eckhard Cordes. Der machte nie einen Hehl aus seinen Absichten: Er will Karstadt mit der zu Metro gehörenden Kaufhof-Kette zusammenlegen. „Die Marktanteile der Warenhäuser am deutschen Einzelhandel sinken seit Jahren, der Markt ist nicht groß genug für zwei“, sagte er etwa der „Welt am Sonntag“.

Vertreter der Arbeitnehmergewerkschaften befürchten aber, dass dieser Schritt einen massiven Arbeitsplatzverlust für Beschäftigte beider Unternehmen nach sich ziehen könnte. So oder so ist in der Karstadt-Angelegenheit immer noch viel Seifenoper-Potenzial vorhanden. So lange nichts entschieden ist, ist alles möglich.

Ist BP überhaupt noch zu retten?

Der Ölkonzern BP treibt weiter auf den Abgrund zu. Seit dem Beginn der Bohrinsel-Katastrophe am Golf von Mexiko geht es mit dem britischen Konzern steil bergab. Der verzweifelte Kampf gegen das Ölleck führte nicht nur zu einem massiven Imageverlust, sondern ging auch finanziell stark an die Substanz. BP hat immer größere Probleme, sich gegen Übernahmeversuche der Konkurrenz zu wehren.

Schon blühen die Gerüchte: Angeblich will BP seine deutsche Tankstellenkette Aral loswerden. Angeblich will Konkurrent Exxon den Ernst der Lage nutzen und BP schlucken. Das neueste Gerücht dreht sich um eine Staatsanleihe. Der kuwaitische Staatsfonds hält bislang 1,75 Prozent Anteile an BP. Der scheidende BP-Konzernchef Tony Hayward soll nun angeblich um eine Aufstockung dieser Anteile gebeten haben, um so der Konkurrenz zuvor zu kommen. Was auch immer davon wahr ist, alle diese Meldungen zeigen doch eines: BP steckt immer tiefer im Schlamassel, und solange nicht ein Wunder geschieht, wird der Konzern wohl kaum noch zu retten sein.

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